Biosphärengebiet Schwäbische Alb

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Biosphärenallee 2 - 4
72525 Münsingen
Baden-Württemberg
Germany

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Eine Kulturlandschaft zwischen Albtrauf und Donau - das Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Fragt man Urlaubsgäste aus Mittel- oder Norddeutschland, was das Besondere am Biosphärengebiet Schwäbische Alb ist, so hört man die Menschen von der schwäbischen Küche, dem Dialekt, den blühenden Streuobstwiesen, den vielen Schafen, den kargen Wacholderheiden oder der Ruhe auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen erzählen. Sehr oft wird dabei auch von einer imposanten und sehr beeindruckenden geologischen Besonderheit geschwärmt: dem Albtrauf. Wer diesen jedoch noch nicht selbst gesehen und erlebt hat, kann die Begeisterung der Meisten nicht verstehen.

Für Kinder schwäbischer Eltern ist es oftmals unverständlich, dass es tatsächlich Menschen gibt, die bei dem Begriff „Albtrauf“ nicht sofort das Bild des schroffen, meist mit Bäumen bewachsenen Steilabfalls mit grandioser Aussicht - wenn man oben steht - im Kopf haben. Der Dichter Eduard Mörike bezeichnete den 400 Meter zählenden Höhenunterschied zwischen Albvorland und Albhochfläche in seinen Werken als „blaue Mauer“. Besucher und Gäste die heute aus Richtung Stuttgart anreisen, verstehen sehr schnell wie Mörike auf diese Bezeichnung gekommen ist. Doch nicht nur der Albtrauf hat die UNESCO 2009 davon überzeugt das rund 85.000 ha umfassende Gebiet im Herzen von Baden-Württemberg als Biosphärenreservat auszuzeichnen. Über Jahrhunderte hat sich auf der Schwäbischen Alb und im Albvorland eine durch menschliches Wirtschaften geprägte, abwechslungsreiche Kulturlandschaft ausgebildet. Diese einzigartige Natur bedeutet für viele Menschen Heimat und für die nachwachsende Generation ist sie wichtige Lebensgrundlage.

Damit dies zukünftig auch so bleibt, gilt es für die Modellregion zwischen Albtrauf und Donau „nachhaltig“ für Mensch und Natur zu wirtschaften. So sind pfiffige Projekte und innovative Idee in allen nur denkbaren Bereichen unseres Lebens, Wirtschaftens und Arbeitens – gefragt.

Für Urlauber und Naherholungssuchende zeigt sich das Biosphärengebiet in erster Linie jedoch aktiv, vielfältig und sehr abwechslungsreich. So bietet der Albtrauf sportliche Herausforderungen für Wanderer und Radfahrer, die Albhochfläche wartet dagegen eher mit gemütlicheren Touren auch für Familien auf. Kleine und große Entdecker können zahlreiche Höhlen erforschen, darunter auch die einzige in Deutschland mit dem Boot befahrbare Schauhöhle. Ruhe tanken lässt sich hervorragend auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen. Die verschwundenen Panzer haben hier seltene Lebensräume für Tiere und Pflanzen zurückgelassen und bringen heute manchen Naturbeobachter zum Entzücken.
Für Pferdefreunde ein echtes Muss sind die Araberhengste im Haupt- und Landgestüt Marbach. Wer wissen möchte woher der köstliche „Albzarella“ kommt, stattet den Albbüffel-Herden einen Besuch ab. Aber auch die größte keltische Stadt Europas - der Heidengraben, Burgen, Schlösser und Ruinen sowie eine große Anzahl an Informationszentren und Freilichtmuseen gehören mit zu den Gründen, weshalb ein Besuch auf der Schwäbischen Alb lohnenswert ist.

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb ist Sieger des Bundeswettbewerbs Nachhaltige Tourismusdestinationen 2016/2017 und feiert 2019 seine 10-jährige Anerkennung durch die UNESCO.
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